Deutsches Liedgut auf «Jazzfunk» übersetzt

Posted by eezyB on April 30th, 2012

Die gute alte Jazzkantine. Sie beschreibt sich selbst folgendermassen (O-Ton): Was 1993 als erfolgreiche Jazz-HipHop-Band begann, ist mittlerweile zu einer ganzen Institution, zu einem Gesamtkunstwerk geworden. Dabei steht ein Kern der Band, zu der immer wieder Gastmusiker stossen. Die entsprechende Liste liest sich wie ein kleines «Who Is Who» der zeitgenössischen deutschen Musikszene. Götz Alsmann, Till Brönner, Joo Kraus, Gunter Hampel, Smudo, Edo Zanki oder Xavier Naidoo hinterliessen ihre Spuren bei Produktionen der Jazzkantine. Die beiden letzten Veröffentlichungen der deutschen Band sind Konzeptalben. Auf dem 2008 herausgegebenen Album stand der (alte) Rock im Mittelpunkt. «Hell’s Kitchen» toppte die deutschen Jazzcharts und erhielt den Jazz Award des Bundesverbandes Musikindustrie für über 40.000 verkaufte Alben. Dabei wurde alten Klassikern wie «Highway To Hell», «Nothing Else Matters», «Back In Black» oder «Hell’s Bells» ein jazziges Gerüst verpasst.

Never Change A Winning Team…
…oder in diesem Fall «A Winning Concept».  Das Konzept heisst diesmal «Deutsches Liedgut» und die Jazzkantine spielt Volkslieder. Plötzlich kommt die «Ode an die Freude» als entspannter, jazzig-groovender Song daher. Die Wandersleute trällern ihr «Im Frühtau zu Berge» als rockige Version des Wanderliedes.

 

«Hoch auf dem gelben Wagen» geht es dann ziemlich soulig zu. «Die Gedanken sind frei»… das weiss man schon lange. Und darum verlegt die Jazzkantine den Song nach Jamaica und dieser wird mit einer gehörigen Portion Reggae ausgestattet. Auf dem Album tanzt auch der «Bi-Ba-Butzemann». Das Lied, das eigentlich Kindern vorenthalten ist, wandelt sich aber urplötzlich zu einer Uptempo-Nummer. So springen die Kleinen noch rascher dem «Bi-Ba-Butzemann» davon.

 

Grundsätzlich klingt das alles ganz innovativ. Aber so richtig vom Hocker haut mich die Geschichte nicht. Der kommerzielle Erfolg stimmt zwar. Aber die «alte» Jazzkantine mit ihren ersten Alben à la «Jazzkantine» und «Heiss und Fettig» kommen authentischer, direkter und weniger gekünstelt daher.

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Editor: eezyB

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