Bryyn – In Shapes

Posted by eezyB on August 15th, 2012

Courtesy: www.bryyn.com

Da gibt es diesen Neuro-Wissenschaftler. Tagsüber heisst er Dr. Bryn Martin. Er steht auf der Lohnliste der University of Akron und hält eine «Postdoctoral Fellowship» an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH in Lausanne.

Nachts hat er ein Alter Ego. Da nennt er sich Bryyn. Und macht Musik. Und das tut er äusserst produktiv. Er nimmt für sich in Anspruch, (O-Ton) alle paar Wochen einen Song aufzunehmen und diesen über seine Website zugänglich zu machen. Da ist schon eine ganze Menge zusammengekommen. Nicht weniger als 25 Werke zieren die Rubrik «Albums».

Bryyns Stil würde ich als gelungene Mischung aus Indie-Folk, ein wenig «Bon Iver» und manchmal auch etwas 1980er-Jahre Elektropop bezeichnen. Seine markante, eigenwillige Stimme verleiht der Musik ein charakteristisches Timbre. Als Empfehlung wähle ich eines der jüngeren Alben Bryyns aus. Les Alpettes stammt aus dem Jahr 2010 und kann über Bryyns Website kostenlos heruntergeladen werden. Red Eyes On ist der Einstiegssong zum Album.

So viel Passion und Betriebsamkeit werden in aller Regel bezahlt. Auch beim in der Westschweiz ansässigen Musiker ist dies nicht anders. Im vergangenen Mai gab das amerikanische Label «New Song Recordings» bekannt, dass es zwei Alben von Bryyn produziert. Der Pre-Release des ersten (In Shapes) war am 5. August und ist demnächst auch zur Verbreitung (z.B. über iTunes) bereit. Ein schönes Stück Musik, das uns da erwartet. Die Story zum neuen Album erzählt uns Bryyn, untermalt mit Snippets aus «In Shapes», gleich selbst.

Das Album «In Shapes» ist übrigens auch mit Hilfe seiner Anhängerschaft zu Stande gekommen. Per dato spendeten über 60 Personen, die für ihre «gute Tat» ein ausgesuchtes Goodie erhalten. Das Album startet ruhig mit «What I Hope». Mit der Ruhe ist es im nächsten Song «Fractals» zu Beginn mal vorbei, fulminant geht es mit der E-Gitarre in Britpop-Manier los. A propos E-Gitarre. «In Shapes» ist ein echtes Solo-Album. Bryyn spielt sämtliche Instrumente selbst und steuert auch alle Vocals bei. Mit «So Well» und «Fight To Death» wird es wieder richtig «laid back». Auf «Rounder Than An Orange Peel» geht es wieder etwas rockiger zu. Im Refrain dieses Songs kommt die ungestüme Charakterstimme Bryyns gut zur Geltung. Wenn Bryyn danach «Into The Ark» steuert, dann mutiert das Album zum akustischen Folk-Werk. Zu «Giraffe» schreibe ich nichts… darüber könnt ihr euch nachfolgend gleich selbst ein Bild machen. Im drittletzten Song widerspreche ich Bryyn. Hier singt er «It’s Not Working»… Doch! Es funktioniert prima. Auch dieser Song erfrischt mit seiner unbekümmerten Geradlinigkeit. Die beiden abschliessenden Songs «How To Wait» und «Old Fashioned» runden das gelungene, erfrischende Album wunderbar ab.

Auf, dass wir noch viele gute Tracks von dieser erfrischenden Stimme zu hören bekommen!

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Editor: eezyB

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