Kaleidoscope by re:jazz

Posted by eezyB on Dezember 8th, 2012

Wenige Tage sind vergangen seit wir an hiesiger Stelle über das «Rejazz»-Projekt der Gebrüder Wasserfuhr berichtet haben. Das Konzept-Original verbleibt beim Infracom-Label, das mit seinen [re:jazz]-Alben vor rund zehn Jahren etwas echt Innovatives geschaffen hat. Nun drehen wir das Rad der Zeit von heute und dem Projekt der Wasserfuhr-Brüder auf Anfang November 2012 zurück. Und schon sind wir beim fünften und aktuellen Studio-Album «Kaleidoscope» der  [re:jazz]-Veröffentlichungen angelangt. Auf «Kaleidoscope» weicht der Kopf des Projektes, der Jazzpianist und DJ Matthias Vogt allerdings ein rechtes Stück vom ursprünglichen Konzept, aus elektronischen Originalsongs akustische Jazzversionen zu machen, ab und erweitert den Horizont mit Eigenkompositionen.

Das tut der Qualität keinen Abbruch. Auch das neue Konzept ist wasserdicht. Die eine Hälfte, die instrumentalen Songs, ist purer, grooviger Jazz, zuweilen mit Latin-Beats angereichert. Hinzu kommt die andere Hälfte der zwölf Songs, die sich mit vier Gast-Sängerinnen und -Sängern auszeichnen. Diese sechs Songs sind auf funkig-souligen Jazz getrimmt. Acid Jazz à la 2012. Die grossartige N’dea Davenport bringt gleich im ersten Lied «Don’t Push Your Love» das Feeling der guten, alten «Brand New Heavies» hinüber. Hervorragend die drei Songs mit der grandiosen Mediha, welche die ehemalige Sängerin Inga Lühning nun nicht nur bei Live-Auftritten sondern auch auf «Konserve» ablöst. Eine weitere Facette in den Schliff des Edelsteins bringt die Sängerin Nathalie Schäfer vom Elektrojazz-Projekt «Nekta». Und last but not least, die soulig-warme Stimme von Andrew Herbertson aus London auf dem reduzierten Song «Out Of Phase (You And Me)». Ein Höhepunkt des Albums.

Ganz vom alten Muster, elektronischen Sound in die Jazzsprache zu übersetzen, ist Matthias Vogt aber doch nicht abgekommen. Immerhin sind noch deren drei Exemplare davon vertreten. Die da wären: «lambic 9 Poetry» von «Squarepusher», das melancholische «Miss You» des Dänen Anders Trentemøller und der House-Song «Tears» von Frankie Knuckles.

Alles in allem: Das abwechslungsreiche, fünfte Studio-Album von [re:jazz] ist sicherlich ein «Must-have» für alle Freunde des gepflegten Fusionsjazz’.

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Editor: eezyB

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