Nik Brinkman – Junica

Posted by eezyB on Januar 28th, 2013

junica_the-celebrationDieses Album haut mich glatt vom Hocker. Da reist jemand derart authentisch in die Welt des 1980er-Pops und New Waves, dass mein Auge unweigerlich das Release-Datum sucht. Doch nein… da steht tatsächlich nicht 1983, sondern 2012 drauf.. Das Album bewegt sich musikalisch in einem Viereck, dessen Kanten von Alison Moyet, Ultravox, The Cure und New Order gebildet werden. Und farblich hat das Dreieck noch einen leichten 1990s-Europop-Anstrich. Mein Hirn gaukelte bei den ersten Tönen von «Postcards» und «You’re My Sun» vor, dass nun Belinda Carlisles Gesang einsetzen müsste. Was er natürlich nicht tat. Überhaupt scheinen Retro-Pop und Retro-Wave absolut im Trend zu sein. Innert kurzen Abständen erreichen uns neue und bewährte Bands, welche die Vorbilder, Melodien und Stile der 1980er-Jahre aus- und in moderne Schachteln umpacken. So bereits kürzlich über «Tokyo Denmark Sweden» oder «WEAREOFF» berichtet.

Heute spreche ich von Nik Brinkman. Unter dem Alias «Junica» bringt er das bereits im ersten Abschnitt gelobte Album «The Celebration» heraus. Junica ist nach einem Album benannt, das Nik Brinkman mit seiner früheren Band «Over The Atlantic» herausbrachte. Das Album strotzt vor Spielfreude und wird durch die Mitarbeit des Briten Pete Davies bereichert. Kein Wunder klingt «The Celebration» manchmal entfernt nach «New Order», Davies war bei der 80er-New Wave-Band mehrmals für die Programmierung der Drums- und Synthie-Sequenzen verantwortlich.

Die erste Single-Auskopplung «Living In My House» wurde übrigens in Peter Gabriels Real World Studio in England aufgenommen. Die Single versprach Einiges, hielt es und schaffte es bereits in die Charts. «The Celebration» klingt nach Indie-Electro-Pop. Ist es auch irgendwie. Denn hinter dem Album steckt bloss ein Lizenz-Vertrag (das Album wird von Warner Neuseeland vertrieben), so dass Nik Brinkman die volle künstlerische Freiheit behalten kann. Das hat natürlich auch Nachteile. Wie Nik in einem Interview mit Westley Holdsworth von NZ Musician verrät, bleibt das Projekt vorderhand in Neuseeland, allenfalls Australien. Die logistischen Kosten, eine Band um die Welt zu befördern, wären viel zu hoch. Schade! Nik Brinkman würde im nächsten Sommer so einige Open Air Bühnen Europas bereichern.

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Editor: eezyB

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