Silva – Silva

Posted by eezyB on Januar 1st, 2013

silva_silvaWelch wunderbare Musik aus Brasilien! Die Stimme erinnert mich an den grandiosen Celso Fonseca, kommt aus einem der kleineren brasilianischen Bundesstaaten (Espirito Santo, genauer gesagt aus Vitória) und gehört zu «Silva». Zwei Jahre hat er an seinem Debutalbum, das den gleichen Namen wie er selbst trägt, gearbeitet. Das Album ist in Rio de Janeiro aufgenommen worden und wurde von Silva selbst und Lucas de Paiva koproduziert. Viel mehr ist nicht über den 23-jährigen Musiker, der im «richtigen» Leben Lucio Souza heisst, in Erfahrung zu bringen. Auch wenn es über Lucio Souza alias Silva nicht viel zu lesen gibt… sein Debut-Album ist etwas ganz Spezielles. Es hat eine lyrische Note. Es bietet schon fast poetische Musik. Das beste Beispiel dafür ist der Videoclip zu «A Visita». Mein Lieblingssong auf diesem Album glänzt nicht bloss mit brillianter Musik sondern auch mit einem Genuss für verwöhnte Video-Clip-Augen. Ein Clip, der locker bei einem Kurzfilmfestival mitmachen könnte.

 

Das Album «Silva» ist sechs Lieder lang und startet mit den beiden Songs «2012» und «12 de Maio» recht poppig, wobei auf letzterem ein Hauch von karibischer Perkussion mitschwingt. Ein Richtungsschwung dann mit «Imergir». Ruhig und ausdrucksstark, dominiert von Piano und dem pointierten Einsatz von Violinen. Schwärmerische Worte, ich habe es bereits angetönt, verliere ich über «Visita», das mir wie ein Gedicht in Noten übersetzt, vorkommt. Die Ukulele verleiht dem Song etwas Leichtes und Beschwingtes, was durch Violinen und Glockenspiel noch verstärkt wird. Die Melodie verleitet das Gehirn, an «hüpfende» Schmetterlinge über einer sommerlichen Blumenwiese zu denken. Wie ein Stummfilm oder ein Begleitlied zu einem Balletstück beginnt der vorletzte Song «Cansei». Die akustischen Instrumente treten hier und beim letzten Song «Acidental» zu Gunsten elektronischer Klänge ein wenig in den Hintergrund. Ohne allerdings die Wärme zu verlieren, welche auch durch Silvas Stimme akzentuiert bleibt.

Der Titel des Schlussliedes «Acidental» bedeutet übrigens «zufällig». Ein «Zufall»? Wohl kaum, denn rein «zufälligerweise» lief das Album bei mir in den letzten Tagen beinahe im Dauerlauf. Das ist zeitgenössische MPB (Música Popular Brasileira), welche der ganzen Welt zeigt, wie schön Brasiliens Musik ist. Bitte mehr davon!

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Editor: eezyB

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