Hammock – Departure Songs

Posted by eezyB on Februar 26th, 2013

hammock_departure-songsMit dem monumentalen Doppelalbum «Departure Songs» gelingt den beiden Musikern Marc Byrd und Andrew Thompson alias «Hammock» ein Meisterwerk. Man könnte sie mit diesem Album getrost als Symphoniker des Ambient- oder Downbeat Electronica-Genres beschreiben. Bestes Beispiel dafür bietet der zweite Song «Ten Thousand Years Won’t Save Your Life». Mit viel Pathos (gleichzeitig der Titel des sechsten Songs) und Tiefe zelebrieren die beiden Soundkünstler ihren fünften Longplayer und ihr erstes Doppelalbum. Die neunzehn Songs auf «Departure Songs» zeichnen allesamt Bilder, die einer Rundumsicht von einem Berggipfel gleichen. Endlos gleitet der Blick auf einen Horizont, der von keinerlei Wolken verdeckt wird. Sphärische Texturen vermischen sich mit entspannten Gitarrenriffs, welche auf Songs wie «Tonight We Burn Like Stars That Never Die» speziell gut zur Geltung kommen. Ebendieser Song erscheint neben den anderen, sehr reduzierten Liedern fast schon als pop-orientierter Rocksong. Auch wenn «Tonight We Burn Like Stars That Never Die», wie der Rest des Albums, zu 90 % ohne Beats auskommt.

Die Arrangements bestehen überwiegend aus hoch fliegenden Gitarren, sanft vorantreibenden Bassläufen und hypnotisierenden Streichereinsätzen. James Mason, der die Liner Notes zum Album geschrieben hat, empfiehlt, «Departure Songs» laut abzuspielen, so dass sich sämtliche Details in allen Tracks ausdehnen können und voll zur Geltung kommen. Egal, ob dies nun die androgyne Falsetto-Stimme Marc Byrds, das engelhafte Organ von Christine Glass Byrd oder die Gitarren im Hintergrund sind.

«Departure Songs» handelt – ganz in Shakespeare-Manier – von «Sein» und «Nichtsein». Von Präsenz und Absenz. Von Liebe und Hass. Ein Album, das wie alle vorangegangenen Werke, Balsam für musikalische Seelen ist. Ein Album, das noch reifer als seine Vorgänger-Werke daherkommt. Ein Album, das in einer Live-Version durchaus einer Kathedrale gut anstehen würde. Das ergäbe wohl ein epochales Konzert. Ähnlich jenem, das der indische Tabla-Virtuose Talvin Singh vor rund neun Jahren live in der Kathedrale im französischen Saint Denis aufzeichnete.

«Departure Songs». Ein Album für all die winter- und grippegeplagten Seelen, die sich den Frühling herbeiwünschen und voller Sehnsucht Momente erwarten, in denen sie auf Klippen stehen, den Blick in die Ferne schweifen lassen und die warme, würzige Meeresluft einatmen. Einfach wunderbar!

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Editor: eezyB

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