Acid Jazz – More than 25 Years later

Posted by eezyB on Mai 1st, 2013

totally_wired_5Dieser Artikel ist der erste einer dreiteiligen Serie zu einem Musikstil, der eigentlich gar nie einer war. Acid Jazz. Denn die Bezeichnung des Genres umschliesst lediglich verschiedene Stile wie Jazz, Funk, Soul, Hip Hop (bspw. Galliano), Reggae (bspw. Maroon Town), afrokubanische Elemente und elektronische Musik, die zu einem (künstlichen) neuen gemischt wurden. Acid Jazz eben. Der Begriff wurde Ende der 1980er-Jahre durch den Acid Jazz-Übervater Gilles Peterson geprägt. Er wollte sich damit über den damaligen Acid-House-Hype lustig machen. Acid Jazz als «künstlicher» Stil verschwand im Grunde genommen nach rund zehn Jahren wieder von der Bildfläche. Und mit ihm eines der beiden Labels, die wie keine anderen das Genre geprägt hatten. «Talkin’ Loud», das vom bereits erwähnten Gilles Peterson gegründet wurde. Das zweite der beiden Labels gibt es noch heute: «Acid Jazz». Auch dieses Label wurde von Peterson mitbegründet. 1987. Mit dem Galliano-Song «Frederic Lies Still».

Unschwer zu erkennen, dass jener Song auf Curtis Mayfields «Freddies Dead» basierte.

Als Meilenstein der Acid Jazz-Geschichte gilt die Compilation-Serie «Totally Wired», die von besagtem Label «Acid Jazz» herausgegeben wurde. Und zwar mit Volume 1 im Jahr 1989 bis Volume 16 acht Jahre später. Danach folgten Unterbrüche. Volume 21 schliesslich, der aktuelle Sampler, liegt noch nicht einmal so lange zurück. Im Oktober 2012 erschien die 21. Ausgabe.


Als Muster der Schaffenskraft dieser kurzen, doch sehr intensiven musikalischen Phase gibt es nachfolgend einen repräsentativen Zusammenschnitt der ersten zehn Ausgaben der Compilation-Serie «Totally Wired» mit folgender Playlist:

01) The Beaujolais Band – Old Hat, New Hat (Song starts @ 00:00)
02) The New Jersey Kings – Dance Wicked (05:23)
03) Izit – Stories (07:04)
04) The Brand New Heavies – Dream Come True (12:42)
05) D-Influence – Wah Classic (17:28)
06) The New Jersey Kings – All Wrapped Up (21:41)
07) Milton Wright – Keep It Up (24:59)
08) Jae Mason – Let It Out (29:02)
09) The Apostles – Mercy Mercy Me (32:08)
10) Mother Earth – The Fifth Quadrant (36:54)
11) Vibraphonic – I See You (43:03)
12) The Mac Pac – Just Dream (49:19)
13) Dread Flimstone – Got to Be Funky (54:43)
14) Alice Clark – Don’t You Care (58:52)
15) The K Collective – Keep It Coming (61:31)
16) Izit – Blow White and the Seven Chords (67:55)
17) Robbie Gordon – Dat’s Slammin’ (73:28)
18) Corduroy – Electric Soup (77:24)
19) Time and Space – Time and Space Theme (82:21)
20) Jon Lucien – Would You Believe in Me (88:31)
21) The Quiet Boys – Never Change (90:44)

Remember – 25 Years of Acid Jazz by Eezyb on Mixcloud

Im zweiten und nächsten Artikel machen wir einen Sprung in die Neuzeit und präsentieren zwei aktuelle Alben von Protagonisten aus jener Zeit. Und zeigen damit, dass Acid Jazz als Begriff vielleicht von der Bühne verschwunden ist. Aber alles andere als tot ist!

>> Website Acid Jazz Records
>> Die Alben von «Totally Wired» sind mehr oder weniger vergriffen.

>> Editor: eezyB | Music compiled and mixed by eezyB

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