Bluey & The Brand New Heavies

Posted by eezyB on Mai 3rd, 2013

acid-jazz_frederic-lies-still25 Jahre aktiv!
Der vorliegende zweite Artikel der eezyvibes-Acid-Jazz-Serie (>> 1. Artikel: 25 Years of Acid Jazz) befasst sich mit zwei Hauptdarstellern der Acid Jazz Ära, die vor rund 20 Jahren ihre Blütezeit hatte. Wer erinnert sich nicht immer wieder gerne an die grossen Incognito oder an die Brand New Heavies? Beide Bands sind noch immer putzmunter. Und wie! Bereits Ende März wurde der nicht zu überhörende Einfluss von Incognito-Bandleader, Jean-Paul (Bluey) Maunick, auf dem Album von Mario Biondi gebührend beschrieben. Der umtriebige Maestro ist jedoch nicht nur als Produzent aktiv gewesen, auch als Musiker selbst hat er wieder Hand angelegt. Diesmal jedoch nicht direkt mit Incognito zusammen.

Erstes Solo-Album
Mit seinem ersten Solo-Album «Leap of Faith» bringt er ein hoch attraktives Werk auf den Markt. Bluey weiss, worauf es ankommt. Wie nur wenige, besitzt er seit über zwanzig Jahren die Gabe, Bewährtes und Bekanntes zu produzieren. Und trotzdem wirkt er nie retromässig. Er bleibt immer am Puls der Zeit, ohne je langweilig zu werden. Das gelingt ihm auch mit «Leap of Faith». Das Album klingt frisch wie eine Meeresbrise. Die eckig-kantigen Acid-Jazz-Songs der 1990er-Jahre sind gefälligem, leicht jazzigem Soul-Pop gewichen. Auf dem Hitsong «Got To Let My Feelings Show» schwingt sogar ein Disco-Groove mit.

bluey_leap-of-faithBluey übernimmt auf dem Album gleich die Vocal- und Gitarrenparts. Weiter geht es mit «Ain’t Nobody’s Business», einem Neo-Soul-Tune mit funkigen Grundbeats. Die beiden Songs «Take a Chance on Me» und «If You Really Wanna» frönen dann eher wieder dem soulig orientierten Pop. Speziell zu erwähnen gilt es sicherlich noch «Live Like a Millionaire» und «Keep Myself Together». Beide Lieder könnten als Hommage an den grossen Curtis Mayfield durchgehen. Die auf eine höhere Oktave gerückte Stimme Blueys ginge glatt als moderne Version von Mayfield durch. Alles in allem, ein herrlich erfrischendes Pop-Soul-Album, das durchaus als modernes, zeitgemässes Acid-Jazz-Album bezeichnet werden kann.

The Brand New Heavies’ Forward
Das zweite Album, auf das ich hinweisen will, stammt von den Brand New Heavies. Die Band hat so viele Hitsongs produziert, dass es fast nicht passt, alle hier aufzuzählen. «Dream on Dreamer», «Midnight at the Oasis» oder «Dream Come True» sind nur drei von unzähligen Songs, die es in den UK-Charts weit nach oben geschafft haben. Nicht weniger als 15 Songs der Band landeten in den Top 50 der UK-Charts. Wenn das mal kein Erfolgsausweis ist. Und nun soll es mit «Forward» im gleichen Tempo weitergehen. Das erste Studio-Album seit sechs Jahren kommt im Laufe des Monats Mai auf den Markt (Release-Datum UK: 6. Mai; D + CH 31. Mai). Das Erfolgsrezept ist auf jeden Fall das Gleiche geblieben. Funky Sound mit der unverkennbaren Stimme N’dea Davenports, die seit 1991 mit einigen Unterbrechungen DIE Leadstimme der Brand New Heavies ist. Wie die «Heavies» (inkl. N’dea) 2013 klingen, das zeigt gleich mal die Vorabsingle «Sunlight»:

the-brand-new-heavies_forwardWas bei Bluey geschrieben wurde, trifft durchaus auch auf die Brand New Heavies zu. Sie klingen noch immer wie vor zwanzig Jahren. Und doch erscheint ihr Sound frisch und modern. Dass der Verfasser dieses Artikels nicht der einzige Musikliebhaber ist, der so denkt, das haben über 600 Personen eindrücklich gezeigt. Ohne einen einzigen Song gehört zu haben, bestellten mehr als 600 Menschen das Album «Forward» lange vor dem Release-Datum. Was Jan Kincaid, Simon Bartholomew,
Andrew Levy, N’Dea Davenport und Dawn Joseph die luxuriöse Situation verschaffte, dass «Forward» schon knapp das Doppelte der unmittelbar für die Produktion benötigten Kosten einspielte, ohne dass ein einziges Album den Ladentisch überquert hatte. Crowdfunding sei Dank!

Funky, wie seit eh und je…
Zum Album der «Heavies» gibt es sonst eigentlich nicht viel mehr zu sagen. Typisch «Brand New Heavies» eben. Funkig-souliger Jazz. Oder jazzig-funkiger Soul. Oder doch eher soulig-jazziger Funk? Egal, das Konzept stimmt, die Musik ist wasserdicht und das Album macht Spass. Neben dem schon im Clip vorgestellten «Sunlight» gibt es in der eezyvibes-Top-40-Playlist noch zwei weitere Songs zu hören. Zum einen den hitverdächtigen Song «Do You Remember» und zum anderen «Addicted», das stark an «Dream on Dreamer» erinnert.

Der Abschluss der Trilogie wird im nächsten Artikel einer amerikanischen Band gewidmet. Einer Band, die nicht einen so illustren Namen wie «Incognito» oder «Brand New Heavies» trägt. Die jedoch einen Sound kredenzt, der in dieselbe Bresche schlägt. Und damit alleweil als moderner Acid Jazz durchgeht. Aber mehr dazu in Kürze.

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Editor: eezyB

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