Sven Klitsch – Voyage (Springtime)

Posted by eezyB on Mai 16th, 2013

Voyage---Front-12x12cmWer braucht schon künstliche Drogen, wenn es Klitsch gibt? Nein… Klitsch ist definitiv keines dieser weissen Pülverchen aus dem Labor, welches das Bewusstsein in andere Sphären gleiten lässt. Bei Klitsch handelt es sich um Sven Klitsch, ein aus Hessen stammender Ambient- und Chillout-Musiker. Und doch hat der 38-Jährige, der seine musikalische Karriere vor 20 Jahren mit seiner damaligen Band «The Loops» zuhause im Übungskeller startete, im weitesten Sinne etwas mit Drogen zu tun. Oder zumindest sein neues Album, das vom deutschen Produzenten Klangstein auf seinem Label «Schalldeluxe» herausgebracht wird.

Was ist denn «Push Off»-Musik?
Aber ganz sachte… ich will das mit den Drogen anhand einer kurzen Geschichte erzählen. Als das neue Album von Sven Klitsch (Voyage – Springtime) zum ersten Mal in meinen Ohren erklang, befand ich mich auf einer eigenen kleinen «Voyage»… einem entspannten Jogging-Ausflug. Als der Titelsong lief, wurde ich fast zu Tode erschreckt. Nein, nicht etwa, weil die ruhige Chillout-Musik plötzlich laut wurde. Sondern neben mir rauschte ein Mofa vorbei.  Und ich realisierte jäh, dass ich schon nach wenigen Minuten der Bewegung vollständig «weg» war. Die Musik brachte mich komplett zum Abschalten. Und das ist denn auch der Grund, wieso ich den Sound auf «Voyage» einem neuen Genre zuordnen würde. Das ist bester «Push Off» (natürlich ein ironisch gemeinter Begriff…). Man drückt auf die «Off-Taste» und man ist weg. In einer anderen (Gedanken-)Welt. Wie eben beim Titelsong, der genau so klingt, als würde man in ein Segelflugzeug steigen. Das Fenster verschliessen. Die Töne der Welt hinter sich lassen. Und entspannt über die Erde gleiten. Und damit schliesst sich auch der Bogen zu den Drogen wieder. Bewusstseinsveränderung durch Musik. Drogen. Einfach auf gesunde, unschädliche Art.

Dabei ist das Rezept des Album so alt, wie es Chillout-Sound gibt. In einem leeren (Ton-)Raum wird ein aus melodiösem, sphärischem Synthie-Sound gewobener Teppich auf den Grund ausgelegt. Darauf kommen repetitive, instrumentale Elemente wie bspw. bei «Lay Back» mit einem stilisierten Jazz-Sax. Oder vokale Elemente wie bei «Dreaming Of You» mit der Stimme von Mona Lee. Die Bauweise des Sounds auf «Voyage» ist banal und einfach. Aber das Ganze funktioniert. Und Sven Klitsch bringt mit dem Album ein Werk in die ersten echten Frühlingswochen des Jahres, das zum Entspannen einlädt. Oder zum Träumen. Zum Philosophieren mit Freunden. Oder ganz einfach zum Abhängen im Liegestuhl.

Mein Fazit: So muss guter Chillout- (oder eben Push Off-)Sound sein. Einfach. Eingängig. Melodiös.

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Editor: eezyB

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