Dave Koz and Friends vs. BWB

Posted by eezyB on August 2nd, 2013

dave-koz_summer-hornsFür die Freunde der funkig-jazzigen Töne gibt es heute gleich zwei Tipps. Beginnen tue ich mit dem US-amerikanischen Saxofonist David Koslowski, den man gemeinhin als Dave Koz kennt. Der kleine, grosse Künstler schart ein illustres (Bläser-)Trüppchen um sich. Auf «Summer Horns» umgibt er sich mit Gerald Albright, Mindi Abair und Richard Elliot. Zusammen bilden sie – wie kreativ – «Dave Koz and Friends». So wenig speziell der Bandname auch sein mag, die vier Saxofone grooven los, was das Zeug hält. Der Einstiegssong «Always There», das Original stammt aus der Feder von Jean-Paul «Bluey» Maunick, hält das Tempo ebenso hoch, wie man es vom Incognito-Originalsong kennt. Song zwei lässt einen kurzen Blick auf die Credits werfen. Die Gitarre auf dem Lennon-/McCartney-Song «Got To Get You Into My Life» erinnert an Paul Brown. Und wo Paul Brown drinsteckt… das ist auch oft von ihm produziert. Und der Blick auf die Credits gibt Recht…

Herb Alperts «Rise»
Der dritte Song… ein Klassiker wie alle Songs auf diesem Album. Wer in den 1970er-Jahren aufwuchs, erinnert sich gerne an die Ode «Rise» von Herb Alpert. Die Version auf «Summer Horns» kommt mir – im Gegensatz zum Original – etwas gar zu geschliffen daher. Klassiker Nummer vier wird von «Tower of Power» beigesteuert. Die immer hoch willkommene Stimme von Michael McDonald macht das Cover schon fast wieder zu einem Original. Song fünf stammt aus dem Jahr 1969. Sly & Family Stone’s «Hot Fun In The Summertime» wird 44 Jahre später mit Brian Culbertson zusammen neu eingespielt. Culbertson, für einmal allerdings nicht am Piano, sondern an der Posaune. Nicht minder überzeugend, übrigens. Wem die Background-Stimmen auf diesem Song bekannt vorkommen… des Rätsels Lösung gleich hier: Wer auf Jonathan Butler und Jeffrey Osborne getippt hätte, erhält den Preis!

Mit «Take Five» folgt eine Hommage an den vor einem guten halben Jahr verstorbenen Jazzer Dave Brubeck. Danach folgt der Song «25 Or 6 To 4» von Chicagos Robert Lamm, für meine Begriffe eher wieder etwas lauwarm eingespielt. Wem James Browns «I Got You» zu stürmisch ist, der sollte sich die «heruntergekühlte» Version auf diesem Album zu Gemüte führen. Noch einmal richtig «phat» und «funky» geht es auf Stevie Wonders «You Haven’t Done Nothing» zu. Die Gäste mag ich schon gar nicht mehr aufzählen… das liest sich wie ein «Who is Who» der Szene. Abgerundet wird das Album mit «God Bless The Child», einem der ganz grossen Klassiker von Billie Holiday. Noch einmal vertritt Jeffrey Osbornes Stimme jene der grossen Lady Day.

«Summer Horns» ist vielleicht nicht Dave Koz‘ grösstes Album. Aber trotzdem macht es Spass und reiht sich gut in den «funky summer» des Jahrgangs 2013 ein.

Album Nummer 2
BWB_Human-NatureDas zweite Album stammt aus der Küche der drei (Smooth) Jazzgrössen Rick Braun, Kirk Whalum und Norman Brown. Elf Jahre sind vergangen seit die drei Herren unter dem Pseudonym «BWB» einen absoluten Klassiker des funky Smooth Jazz herausbrachten. Und nun, 2013 ist die Zeit für eine Reunion wieder gekommen. Wie schon 2002 bei «Groovin» ist das aktuelle Album wieder gespickt mit Coverversionen. Aber nicht bunt gemischt. Sondern alle vom gleichen Künstler. Und wenn ich nun den Titel nenne, dann ist schnell klar, wer der grosse Musiker war, an den die Hommage adressiert ist: «Human Nature»! Exakt: The King of Pop… Michael Jackson! Einige seiner ganz grossen Songs sind vertreten. Angefangen bei «Another Part of Me» über «Billie Jean» und «Human Nature» (mit der wunderschönen Stimme von Sheléa Frazier) oder «Beat It» bis hin zu «Man in the Mirror». Das Album ist vielleicht nicht mehr ganz so evolutionär wie weiland «Groovin». Ist ja auch schwierig, bei einem Vermächtnis, das der King of Pop hinterliess. Und doch… es vermag zu gefallen. Wenn man sich den folgenden Clip anschaut, wie «Klein Michael» als Mitglied von «Jackson Five» den Song «Who’s Lovin You» intoniert, wird wieder einmal klar, was für ein Ausnahmetalent Jackson war. Genauso hervorstechend ist die Coverversion, die in überzeugender Blues-Manier dargeboten wird.

Um gleich nochmals die Blütezeit von Jackson Five zu preisen, ein Clip zu «Shake Your Body To The Ground». Auch dieser Song Bestandteil des Albums «Human Nature»:

Abgeschlossen wird das stimmige Album durch den Mann im Spiegel (Man in the Mirror). In diesem Spiegel sehen wir sicherlich nicht ein epochales Album. Und doch lassen wir den Anspruch gelten, dass «Human Nature» die Erinnerung an Michael Jackson hochhält. Und das in zeitgemässer funkig-jazziger Art.

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Editor: eezyB

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