Roger Beaujolais Quartet – Mind The Gap

Posted by eezyB on August 19th, 2013
Photo: Sarkis Boyadjian; Quelle: www.rogerbeaujolais.com

Photo: Sarkis Boyadjian; Quelle: www.rogerbeaujolais.com

 

Die Blütezeit des Acid Jazz
Vor einem Vierteljahrhundert war ich komplett dem Acid Jazz verfallen. Diese perfekte Melange aus Jazz, Soul, Reggae, Dub, Latin und Funk hatte es mir angetan. Von einem Künstler, der diesem Genre zugeordnet wurde, war ich bereits damals fasziniert. Seines Namens, aber natürlich auch seiner Musik wegen. Ich fragte mich, ob der Name Beaujolais Band einer mit viel Wein ebendieser Provenienz durchzechten Nacht entstammen würde. Dem war nicht so. Entliehen war er seinem Bandleader, Roger Beaujolais. Wenn auch Beaujolais nicht ganz so stark im Rampenlicht stand, wie seine damaligen Mitstreiter Galliano oder Incognito… kommerziell erfolgreich war er alleweil. Dies vor allem mit seiner Band «Vibraphonic». Zwei Songs (einer der Beaujolais Band, einer von Vibraphonic) gibt es übrigens auf dem eezyvibes-Sampler «Remember – 25 Years of Acid Jazz» zu hören.

25 Jahre danach
Besagter Roger Beaujolais macht noch immer Musik. Sein ursprüngliches Quintett ist nun zum Quartett geschrumpft und sein Sound klingt nach wie vor heiss. Auch wenn Roger reinen Jazz zelebriert, tut er das mit viel Groove. Dass kommt daher, dass in seiner Musik viel heissblütige Latin-Grooves mitschwingen, die man auch auf seinem zwölften Album (2 Beaujolais Band, 5 Vibraphonic, 4 Beaujolais Quartett) gerne hört. «Mind The Gap», sein neues Album umfasst neun Songs. Wie immer sind alle geprägt durch Rogers omnipräsentes Vibraphon. Im Gegensatz zum Quartett fehlt mittlerweile das Saxofon, was jedoch der «Funkiness» kaum Abbruch tun.

Die afrokubanischen Grooves sind gleich im ersten Song «Full House» treibend. Immer wieder schön anzuhören Wes Montgomery’s «West Coast Blues», den Beaujolais an dritter Stelle auf dem Album setzt. Mit der Seereise (Sea Journey) weht eine erfrischend leichte Brise durch das Zimmer. Ebenfalls bemerkenswert ist die ruhige Interpretation der bekanntesten Komposition von Thaddeus Jones, «A Child is Born». Nochmals so richtig entspannt setzt Roger Beaujolais zum abschliessenden «Estate» an. Jazz Chill vom Feinsten. Wer sich mal wieder ein abwechslungsreiches Jazzalbum von Format gönnen mag, der ist mit «Mind The Gap» definitiv auf der richtigen Seite!

>> Website Roger Beaujolais

>> Mind The Gap auf amazon.de (CD)
>> Mind The Gap auf bandcamp (MP3)

Editor: eezyB

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